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Omega-6 Fettsäuren

Omega-6 Fettsäuren

Die Vorteile auf einen Blick:

Ideal als Ergänzung bei einer Ernährung, die wenig oder kein Fettfisch enthält

Ideal in Stresssituationen

Ideal mit Omega-3-Fettsäuren zu kombinieren

Für Diät- und Massephasen gut geeignet

 

 




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Inhaltsverzeichnis

Alles zum Thema Fette

Allgemeine Informationen über Fette

Um zu verstehen, was Omega-6- Fettsäuren sind, muss man erst verstehen, was es mit den Fetten allgemein auf sich hat. Fette sind von den drei bekannten Makronährstoffen (Protein, Kohlenhydrate und Fette) das Substrat, welches mit 9,3 kcal pro 1 g den höchsten Energiewert liefert. Die mit der Nahrung aufgenommenen Fette transportieren z. B. die fettlöslichen Vitamine (Vitamin A, D, E und K). Dieser Vorgang ist für eine bedarfsdeckende Versorgung mit Mikronährstoffen ausschlaggebend. Eine Absorption im Magen-Darm-Trakt ist nämlich nur mit Fett möglich. Von den bekannten Fetten (einfach-, mehrfach- und ungesättigte Fette) stellen die ungesättigten Fette einen essentiellen Sonderstatus dar, da sie vom menschlichen Organismus selbst nicht hergestellt werden können. Die im menschlichen Körper vorhandenen Fette werden in Form von Triglyzeriden (Neutralfette) gespeichert. Der größte Anteil befindet sich im Unterhautfettgewebe und stellt dabei das mit Abstand größte Energiereservoir des menschlichen Organismus dar. Eine weitere wichtige Eigenschaft des Körperfettes ist es, die vom Körper erzeugte Körperwärme im Körper weitgehend zu erhalten, dies dient dem menschlichen Körper als natürlicher Kälteschutz. Des Weiteren dient es als Schutz der Organe (z. B. Gehirn, Nieren und Augäpfel) gegen äußere mechanische Einflüsse wie z.B. Stöße, Schläge, Schnitte etc. Beim Energiegehalt liefert 1 kg Köperfett ca. 7000 kcal (nicht wie angenommen 9300 kcal, da es auch aus Wasser und nicht nur aus Fett besteht). Weiterhin werden Fette im menschlichen Körper benötigt als:

  • Baumaterial der Zellmembran
  • Grundsubstanz für die Herstellung von Gewebshormonen

Gruppeneinteilung

Fette (Lipide) werden in zwei Gruppen eingeteilt:
  • Gruppe 1 → die Neutralfette (Trigylzeride)
  • Gruppe 2 → die fettähnlichen Substanzen Cholesterin, Phosphatide, etc.

Grundlegender Aufbau eines Fettmoleküls:

Ein Fettmolekül (Triglyzerid) besteht aus dem dreiwertigen Alkohol Glyzerin und drei Fettsäuren. Siehe untere Abbildung.

Abb. 1: Grundlegender Aufbau eines Fettmoleküls

Fettsäuren (FS) gehören zu der Sparte der Lipide und unterscheiden sich aufgrund ihres strukturellen Aufbaus. Sie werden auch als aliphatische Karbonsäuren bezeichnet. Die Fettsäuren, die mit Glyzerin verknüpft sind, werden nach ihrer Kettenlänge in kurzkettige, mittelkettige und langkettige FS unterschieden.

  • kurzkettige FS:           1-7 Kohlenstoffatome           
  • mittelkettige FS:         8-12 Kohlenstoffatome         
  • langkettige FS:           > 12 Kohlenstoffatome         

Wichtig ist auch die Zahl der Doppelbindungen, denn je nachdem, wie viele sie aufweisen, werden sie in gesättigte (keine Doppelbindung), einfach ungesättigte (eine Doppelbindung) und mehrfach ungesättigte (zwei und mehr Doppelbindungen) Fettsäuren eingeteilt. Inzwischen sind über 50 natürliche Fettsäuren bekannt, von denen alle eine Kettenlänge von acht bis 22 Kohlenstoffatomen aufweisen.

 Gesättigte Fettsäuren

Wie bereits oben unter dem Punkt „Grundlegender Aufbau eines Fettmoleküls“ erwähnt, bestehen Fettsäuren aus Hydrocarbonketten/aliphatische Karbonsäuren (Kohlenwasserstoff-kette) mit einer Caboxyl- und einer Methylgruppe am Ende (siehe Abb.: 1 oben). Von einer gesättigten Fettsäure kann dann gesprochen werden, wenn alle vorhandenen Kohlenstoffatome (C) (bis auf das, welches die Säuregruppe beinhaltet) mit einer maximalen Anzahl von Wasserstoffatomen (H) abgesättigt sind. Gesättigte Fette sind vor allem in Fertigprodukten und Fast Food zu finden.

 Einfach ungesättigte Fettsäuren

Eine einfach ungesättigte Fettsäure kann als solche bezeichnet werden, wenn nicht alle Kohlenstoffatome (C) mit der maximalen Anzahl von Wasserstoffatomen (H) abgesättigt sind. Diesen freien Stellen ist es dann möglich, Doppelbindungen (überwiegend in cis-Form) einzugehen. Dem menschlichen Körper ist es auch möglich, einfach ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen. Als Beispiel für eine einfach ungesättigte Fettsäure dient die Ölsäure, die in besonders hoher Menge in Rapsöl enthalten ist.

 Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Bei den mehrfach gesättigten Fettsäuren (auch Polyenfettsäuren genannt) verhält es sich ähnlich wie bei den einfach ungesättigten. Ein Unterschied besteht hier jedoch darin, dass wesentlich mehr Wasserstoffatome (C) fehlen. Dies bedingt, dass somit die Kohlenstoffketten nicht von den fehlenden Wasserstoffatomen belegt werden. Hier könnte man als Beispiel die Omega-6-Fettsäure nennen. Genauer gesagt, die Doppelbindungen sind bei dieser Fettsäure nicht weiter als sechs Kohlenstoffe von der Methylgruppe entfernt. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können somit wesentlich mehr Doppelbindungen eingehen. Eine weitere Eigenschaft ist, dass sie bei Raumtemperatur eine flüssige Konsistenz bilden, womit sie für den menschlichen Organismus wesentlich leichter zu verdauen sind als andere (gesättigte) Fettsäuren. Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren werden diese vom Körper als Bau- und Funktionsstoffe verwendet. Eine Speicherung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren tritt nur auf, wenn ein Überangebot entsteht. Die wohl bekanntesten Vertreter von den mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die (Ω) Omega-3- und (Ω) Omega-6-Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für den menschlichen Körper essentiell (d.h. überlebenswichtig). Um die Familie der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu komplettieren, sei noch erwähnt, dass die Omega-7- und die Omega-9-Fettsäuren noch mit dazugehören. Somit existieren bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren die folgenden 4 Hauptfamilien:

  • Omega-3
  • Omega-6
  • Omega-7
  • Omega-9

Nachdem nun die Grundlagen geschaffen worden sind, werden im nachfolgenden Abschnitt die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 thematisiert.

Biosynthese der mehrfach ungesättigten Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren

Für den menschlichen Organismus sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren von immenser Bedeutung, da sie einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung und die Gesundheit nehmen. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die vorhandenen Doppelbindungen meist in isolierter Form vorzufinden und durch eine CH2 Gruppe getrennt. Einfach ungesättigte Fettsäuren können nur in tierischen Zellen hergestellt werden. Dagegen sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie die Ω-6 (Linolsäure) und die Ω-3 (α-Linolensäure) essentiell, da sie täglich mit der Nahrung exogen zugeführt werden müssen. Die Synthese dieser Fettsäuren ist ausschließlich den pflanzlichen Lebewesen vorbehalten. Bei der Ω-6 (Linolsäure) und der Ω-3 (α-Linolensäure) existiert die folgende Einteilung:

Omega-3-Fettsäuren:

  • α-Linolensäure (Alpha-Linolensäure kurz ALA)
  • Eicosapentaensäure (EPA) (C 20:5)
    • C 20 = 20 Kohlenstoffatome  5 = 5 Doppelbindungen im Molekül
    • Docosahexaensäure (DHA) (C 22:6)
      • C 22 = 22 Kohlenstoffatome 6 = 6 Doppelbindungen im Molekül

Omega-6-Fettsäuren:

  • Linolsäure (LA) (C 18:2) C18 = 18 Kohlenstoffatome
    • 2 = 2 Doppelbindungen im Molekül
  • Arachidonsäure (ARA) (C 29:4)
    • C 29 = 29 Kohlenstoffatome 4 = 4 Doppelbindungen im Molekül

Die Darstellung der Bedeutung der Doppelbindungen und der Moleküle dient zum besseren Verständnis und wird bei den weiteren Omega-6-Fettsäuren nicht weitergeführt.

  • Gamma-Linolensäure
  • Eicosadiensäure
  • Dihomogammalinolensäure
  • Arachidonsäure
  • Docosadiensäure
  • Docosatetraensäure
  • Docosapentaensäure
  • Tetracosatetraensäure
  • Tetracosapentaensäure

Säugetiere, zu denen auch der Mensch zählt, sind in der Lage, eine Delta-9-Doppelbindung in gesättigten Fettsäuren einzubauen. Dieser Vorgang führt zu einer Bildung von einfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. der Palmitolein- oder der Ölsäure). Weitere Doppelbindungen zwischen dem Methylende und dem C-10 einzubauen ist dem Säugetier biologisch nicht möglich. Dies ist auch der Grund, warum die Linolsäure und Linolensäure nicht ineinander umgewandelt werden können. Anders gesagt Ω-3 Fettsäuren können nicht in Ω-6-Fettsäuren umgewandelt werden. Anders sieht es bei Pflanzen aus, da diese ein bestimmtes Enzym (Delta-15-Desaturase) besitzen und somit diesen Reaktionsschritt durchführen können. Dazu kommt noch, dass die Pflanzen noch weitere Delta-Desaturasen besitzen, was ihnen den Einbau von vielen weiteren Doppelbindungen ermöglicht. Bei der Synthese längerkettiger und stärker ungesättigter Metaboliten (Abkömmlingen) konkurrieren die Fettsäuren untereinander um ein gemeinsames Enzymsystem (speziell die Enzyme δ-4- und die δ -6-Desaturase). Dies ist auch der Grund, warum die Umwandlungsrate von einigen Fettsäuren so schlecht abläuft. Eine genauere Beschreibung erfolgt im nächsten Punkt.

Vergleich der Umwandlungsrate von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren

Tatsache ist, dass der menschliche Körper eigentlich nur EPA und DHA als essentielle Fettsäuren benötigt. Für EPA und DHA ist die α-Linolensäure die alleinige Vorstufe. Die Effizienz des Umwandlungsprozesses ist, wie bereits im Punkt „Biosynthese der mehrfach ungesättigten Omega-6- und Omega-3- Fettsäuren“ beschrieben, hauptsächlich vom Konkurrenzverhalten der Enzyme abhängig. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Koffeinverzehr
  • Alkoholverzehr
  • Menge der verzehrten Omega-6-Fettsäuren
  • Gesättigten Fettsäuren
  • Einfachzucker
  • etc.

Wissenschaftliche Studien wie die von Trautwein 1999 zeigen, dass die Umwandlungsrate von α-Linolensäure in EPA bestenfalls 10 bis 15 % beträgt, die in Docosahexaensäure (DHA) ca. 4 %. Aufgrund der obig aufgezählten Faktoren, ist davon auszugehen, dass α-Linolensäure als alleinige Versorgung mit Omega-3-Fetten nicht ausreichen wird, was wiederum die Omega-6-Fettsäuren auf den Plan ruft. Die untere Abbildung verdeutlicht noch einmal den Vorgang.

 

Abb. 2: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Vergleich. Allerdings muss gesagt werden, dass α-Linolensäure als pflanzliche Omega-3-Fettsäure sehr schlecht in die tierischen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umgewandelt wird.

Beim Verzehr der ungesättigten Fettsäuren sollte ein Verhältnis von 4:1 zwischen den Ω-6 zu Ω-3 angestrebt werden. Jede der genannten Fettsäuren hat in der Natur sowie in der menschlichen Ernährung ihre Daseinsberechtigung. Aussagen wie gesättigte Fettsäuren sind schädlich und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind gut, sind inzwischen nicht mehr haltbar, da zu diesem Thema ständig neue Studien veröffentlicht werden und die Ergebnisse die gesättigten Fette inzwischen sogar von ihrem angeblich schlechten Einfluss freisprechen. Der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren lässt sich am leichtesten mit geschroteten Leinsamen oder Fettfisch bewerkstelligen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von Fischölkapseln.

Die Menge der Lebensmittel, die Ω-6-Fettsäuren enthalten, sind zahlreich. Die unten abgebildete Liste zeigt eine mögliche Auswahl:

Natürliches Vorkommen von Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure)

NahrungsmittelnAnteil in % pro 100 g/ml
Extrem hoher Anteil über 50 % 
Traubenkernnöl 70,6
Maisöl 54,5
Walnüsse 52,5
Walnussöl 53,9
Baumwollsamenöl 52,4
Sojabohnenöl 51,4
Sehr hoher Anteil zwischen 20 – 50 %
Sesamöl 42,0
Kürbiskerne 34,5
Margarine 27,9
Pecannüsse 26,9
Erdnussbutter 22,5
Pistachios 21,3
Hoher Anteil zwischen 10 – 20 %
Hähnchenfett 19,5
Mandeln 19,1
Rapsöl 19,0
Leinsamenöl 12,9
Cashew-Kerne 12,6
Entenfett 12,2
Speck 10,2
Schmalz 10,2
Mittlerer Anteil zwischen 5 – 10 %
Olivenöl 9,9
Gänsefett 9,8
Avocado 9,4
Hähnchen mit Haut 9,0
Oliven 7,4
Speck 7,0
Eier 6,8
Schweinekoteletts 6,2
Popcorn 5,8
Hafer 5,6
Niedriger Anteil zwischen 2 – 5 %
Mais 4,7
Hühnerleber 3,7
Sonnenblumenöl 3,7
Butter 3,4
Rindertalg 3,1
Kakaobutter 2,8
Gekochte Karotten 2,7
Macadamianussöl 2,5
Brauner Reis 2,5
Creme 2,2
Rinderleber 2,1
Gras gefüttertes Rindfleisch 2,0
Weizenvollkornmehl 2,0
Sehr niedriger Anteil, weniger als 2 %
Kokosnussöl 1,9
Prime Rib (Rindfleischstück) 1,8
Vollmilch 1,8
Milch halbfett 1,8
Rinderhack 1,6
Macadamianussöl 1,6
Huhn ohne Haut 1,4
Lamm 1,4
Käse/Brie 1,3
Maisgrieß 1,2
Rüben 1,2
Kokosnussmilch 1,1
Gänsestopfleber 1,1
Palmkerzenöl 0,8
Weißer Reis 0,7
Rotlachs 0,5
Süßkartoffel 0,4
Kartoffeln 0,3
Heilbutt 0,2
Schrimps 0,2
Venusmuscheln 0,2
Thunfisch in Dosen 0,1
Blaukrabbe 0,1
Hummer 0,1

 

Wie an der obigen Tabelle klar zu erkennen ist, ist die Anzahl der Nahrungsmittel, die Omega-6-Fettsäuren enthalten, überaus groß und das sowohl bei pflanzlichen wie auch bei tierischen Lebensmitteln. Dieser Umstand macht es omnivor oder vegan lebenden Menschen leicht, dementsprechende Lebensmittel zu sich zu nehmen, um ihren täglichen Bedarf zu decken. Wenn es um die Zufuhrempfehlung von ungesättigten Fettsäuren geht, existieren verschiedene Richtwerte. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt für einen erwachsenen Menschen in etwa 7-10 % der Ernährung (gemessen an seinen täglichen Gesamtkalorien). Der tägliche Bedarf an Omega-6-Fettsäuren beläuft sich in etwa auf 6-9 g, der an Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA) 1-2 g.

Omega-6-Fettsäuren im Sport

Omega-6-Fettsäuren zählen neben den Omega-3-Fettsäuren zu den wichtigsten essentiellen Fettsäuren für den menschlichen Organismus. Inzwischen findet ihre Verwendung im Sport und vor allem im Bodybuilding- und Kraftsport immer mehr an Bedeutung. Neben den bekannten Omega-3-Fettsäuren sind auch die Omega-6-Fettsäuren von entscheidender Bedeutung. Im Bodybuilding lautet nun mal das primäre Ziel, Muskeln aufzubauen. Dies geschieht mittels gezieltem Training, das einen überschwelligen Reiz in der betroffenen Muskulatur auslöst, um Mikrotraumata (mikroskopisch kleine Verletzungen in den Muskelfasern) hervorzurufen, die dann in der Ruhephase vom Körper wieder repariert (mittels Proteinsynthese) und stärker gemacht (Hypertrophie) werden als zuvor. Bei der Reparatur der Zellmembran sind sie unter anderem beteiligt. Dazu kommt noch, dass in den letzten Jahren eine große Anzahl an Studien erschienen sind, die in Bezug auf die Entwicklung und Gesundheit des Knochens interessante Ergebnisse hervorbrachten. Bei einer von Kruger et al. 1995 durchgeführten Tierstudie wurden dem Futter Ω-3- und Ω-6-Fettsäuren zugesetzt. Dies hatte zur Folge, dass der Calciumausfluss aus der Niere geringer war als bei den Referenzwerten zuvor, was in einer höheren Knochendichte resultierte. Das Fachmagazin Circulation, welche eine Zeitschrift der American Heart Association ist, veröffentliche die Ergebnisse zweier großangelegter Studien, die ebenfalls zu interessanten Ergebnissen kamen. Diese besagten, dass die kardiovaskulären Erkrankungen CVD und CVD Mortalität durch Linolsäure deutlich gesenkt wird. Diese Studien zeigen, dass Ω-6-Fettsäuren durchaus ihre Berechtigung in der Ernährung eines Kraftsportlers haben und dazu auch noch essentiell sind.

So beeindruckend diese Studien auch sind, gilt zu berücksichtigen, dass diese wissenschaftlich noch nicht bestätigt sind. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ergebnisse den wissenschaftlichen Kriterien entsprechen und somit gültig sind.

Entscheidend ist wie immer das Verhältnis von Ω-6- zu Ω-3-Fettsäuren, hier sollte stets die Balance gehalten werden.

Wirkungsweise von Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren gehören neben den Omega-3-Fettsäuren zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind somit für den menschlichen Organismus essentiell. Sie sind wichtige Bausteine bei der menschlichen Zellmembran. Außerdem sind sie die Vorstufen vieler anderer Stoffe im menschlichen Organismus. Zu diesen zählen unter anderem Entzündungsmediatoren wie die Prostaglandine (Gewebshormone), welche u.a. Entzündungen entfachen. Es sollte allerdings berücksichtigt werden, dass zwar durch Omega-6-Fettsäuren Entzündungen ausgelöst werden, aber diese Fettsäure ist bleibt für den menschlichen Organismus essentiell. Generell gilt auch, dass nicht jede Entzündung per se schädlich ist für den menschlichen Körper. Als Beispiel: Würde durch überschwelliges Muskeltraining keine Verletzung und somit keine Entzündung entstehen, würden auch nicht die dementsprechenden Substrate, Hormone, Enzyme etc. aktiviert werden, um diese Verletzung zu reparieren, denn nur so funktioniert Muskelwachstum.

Die Verwendung von mehrfach- und einfach ungesättigten Fettsäuren ist inzwischen nicht nur dem Bereich des Kraftsports und Bodybuildings vorbehalten. Es ist inzwischen in vielen weiteren Sportarten anzutreffen, wie z. B.:

  • Allgemeines Turnen
  • American Football
  • Badminton
  • Base-Jumping
  • Biathlon
  • Boxen
  • Jiu-Jitsu
  • Fußball
  • Inlineskating
  • Kegeln
  • etc.

Anwendung und Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Omega-6-Fettsäuren muss man eigentlich nur eine Regel beachten, die dafür aber entscheidend ist. Man sollte beim Verzehr immer auf das ideale Verhältnis dieser Fettsäuren zueinander achten. Dies sollte möglichst am Ende des Tages im Idealfall bei 4:1 liegen. Beim Kauf von fetthaltigen Lebensmitteln sollte stets darauf geachtet werden, dass diese frisch sind und die Inhaltsstoffe auf dem Produkt sollten ausgiebig studiert werden. Eine mögliche Auswahl an Ω-6-haltigen Lebensmitteln wurde ja bereits oben in der Tabelle „Natürliches Vorkommen von Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure)“ ausgiebig dargestellt. Idealerweise sollten Sie Omega-6-Fettsäuren immer in einem Verbund mit Omega-3-Fettsäuren in einem Verhältnis von 4:1 einnehmen. Dieses Supplements sollten Sie am besten zu den Mahlzeiten verzehren.

EPA/DHA/GLA aus dem Sortiment von Peak Performance Products liefert Ihnen folgende Zusammensetzung:

 

EPA/DHA/GLA


Fettsäuren pro 100g pro Kapsel
Eicosapentaensäure (EPA) - OMEGA-3 15,0 g 210 mg
Docosahexaensäure (DHA) - OMEGA-3 11,5 g 161 mg
Gamma-Linolensäure (GLA) - OMEGA-6 4,5 g 63 mg

Nebenwirkungen und Überdosierung

Vor vielen tausend Jahren in der Steinzeit fiel das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung noch 1:1 aus. Dies hat sich allerdings bis zum heutigen Zeitpunkt stark geändert. In den industrialisierten Ländern ernähren sich die Menschen heutzutage in einem anderen Verhältnis, das bei 1:10 – 20 liegt. Dies bedeutet, dass sie 10 bis 20-mal mehr Omega-6 als Omega-3-Fettsäuren aufnehmen.

Der Grund ist der übermäßige Verzehr von Lebensmitteln, die reichlich Omega-6-Fettsäuren enthalten wie z. B. Margarine und der hohe Verzehr von getreidehaltigen Produkten. Mit Beginn des Getreideanbaus hat sich dieses Verhältnis immer mehr und mehr geändert. Das ideale Verhältnis dieser Fette wurde ja bereits unter Punkt „Anwendung und Nebenwirkungen genannt. Dies ließe sich am besten durch den regelmäßigen Verzehr von Fettfisch (z.B. Lachs) oder Leinsamen und der Vermeidung von übermäßigem Konsum von Pflanzenölen wie Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl erreichen. Ein zu hohes Angebot an Omega-6-Fettsäuren kann zu folgenden Symptomen führen.

 Überversorgungssymptome:

 Disbalance bei der Synthese von Gewebshormonen

  • Erhöhtes Auftreten entzündlicher Prozesse. Z. B. bei Sportlern Verletzungen und Überlastungserscheinungen
  • Verklumpung der Blutplättchen, daraus erhöht sich das Risiko eines Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisikos
  • Die Insulinempfindlichkeit der Zellen sinkt, was die Fettspeicherung begünstigt, was wiederum zu erhöhtem Diabetesrisiko führen kann

Mangel an Omega-6-Fettsäuren

Ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren ist in unserer heutigen Gesellschaft so gut wie unmöglich, da diese sehr umfangreich in fast jedem Lebensmittel enthalten sind. Ausnahme bilden hier lediglich die Personen, die absichtlich auf sämtliche Fette verzichten. Dies kann zu folgenden Symptomen führen:

Omega-6-Fettäuremangel:

  • Spröde und trockene Haut
  • Haarausfall
  • Trockene Augen
  • Hyperaktivität
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Nierenversagen
  • Fettleber
  • Drang zum ständigen bewegen (Hyperaktivität)
  • Einschränkungen in der Hormonsynthese
  • Immunschwächung sowie eine erhöhte Gefahr für Infektionen
  • Gelenkprobleme
  • Kardiovaskuläre Störungen

Starke Raucher und ein extremer Alkoholkonsum können ebenfalls die Fettverstoffwechslung maßgeblich beeinträchtigen. Es existieren auch medizinisch bedingte Randgruppen, die zur Vervollständigung genannt werden:

 Besonders gefährdete Personengruppen:

  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit am Magen-Darm-Trakt operiert worden sind
  • Personen mit Pankreaserkrankungen aller Art
  • Medizinisch bedingte fettreduzierte parenterale Ernährung über einen längeren Zeitraum

 

 

Quellen:

  • Farvid MS et al.: Dietary linoleic acid and risk of coronary heart disease: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies. Circulation 130: 1568–1578 (2014).
  • Ramsden CE et al.: Use of dietary linoleic acid for secondary prevention of coronary heart disease and death: evaluation of recovered data from the Sydney Heart Study and updated meta-analysis. BMJ 346: e8707 (2013).
  • Wu JHY et al.: Circulating omega-6 polyunsaturated fatty acids and total and cause-specific mortality – The Cardiovascular Health Study. Circulation 130: 1245–1253 (2014).

Internetquellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-n-Fetts%C3%A4uren
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Prostaglandine