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Studie: Dehnen führt zu mehr Leistung - Aber anders als gedacht!

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Dehnen und Kraftmit dem Thema Dehnen sind zahlreiche Mythen verbunden, die sich in der Welt des Sports verbreitet haben. Inwieweit sich das Dehnen bzw. Stretching auf die körperliche Leistungsfähigkeit in einem Workout auswirkt, konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. An dieser Stelle wird die Brücke zur vielversprechenden Überschrift dieses Artikels geschlagen, denn die meisten Untersuchungen befassten sich bis dato mit dem Stretching des Muskels, der im Anschluss daran auch trainiert werden soll. Einen anderen Ansatz verfolgten Sportwissenschaftler der Universität von Rio den Janeiro, die im Rahmen einer Studie untersuchten, welcher Effekt in Bezug auf die Leistungsfähigkeit auftritt, wenn der Antagonist (also der gegenüberliegende Muskel) gedehnt bzw. gestretcht wird.

Dehnen führt zu mehr Leistung - Aber anders als gedacht!

Die Wissenschaftler akquirierten 10 gut trainierte Kraftsportler für ihre Studie. Die Probanden trainierten ihren breiten Rückenmuskel (Latissimus dorsi) in zwei unterschiedlichen Trainingseinheiten. Für beide Workouts wurde die Übung sitzendes Rudern ausgewählt. Außerdem wurde in beiden Fällen ein Gewicht ausgewählt, mit dem sie in Lage waren, 10 Wiederholungen zu absolvieren. Zwischen den Sätzen pausierten die Athleten für jeweils 2 Minuten.

Ein Unterschied zwischen den beiden Trainingseinheiten bestand darin, dass in der einen Trainingseinheit wärend der Satzpause bzw. vor den Sätzen die antagonistische Muskelgruppe (in diesem Fall die Brust) gedehnt wurde. Es wurde ein passives Stretching angewandt, welches für 40 Sekunden gehalten wurde. In der anderen Trainingseinheit wurde die Pause hingegen ausschließlich zur passiven Erholung genutzt.

Dehnen und Kraft

Die Ergebnisse

Über Elektroden, welche die brasilianischen Sportwissenschaftler an den Muskeln der Probanden fixierten, wurde ersichtlich, dass das Dehnen der Brustmuskeln (vor dem Satz) während der Ausführung des Satzes zu mehr Muskelaktivität im Latissimus und dem Bizeps führte. Die Muskeln arbeiteten also im Klartext härter. Die Aktivität des Brustmuskels blieb hingegen unverändert. Dies unterstrich eindeutig die Wirkung, die von dem Stretching der antagonistischen Muskelgruppe ausging. In der Trainingseinheit, in welcher das Stretching durchgeführt wurde, konnten zudem mehr Wiederholungen absolviert werden als in dem Workout, das ohne Stretching ausgeführt wurde (im Schnitt über 1 Wiederholung mehr). Die Sportwissenschaftler hatten jedoch keine Erklärung dafür, wie das Stretching der Brust dafür sorgte, dass der Latissimus stärker arbeitete.

Fazit

Diese Studie bringt ein interessantes Ergebnis hervor, welches das Thema Stretching und Krafttraining im wahrsten Sinne des Wortes von einer anderen Seite beleuchtet. Zumindest in diesem Fall konnte festgestellt werden, dass das Stretching der antagonistischen Muskelgruppe dazu geführt hat, dass der muskuläre Gegenspieler im Anschluss daran mehr Leistung abrufen konnte. Inwiefern dies auch auf andere Muskelgruppen übertragen werden kann, müsste noch näher untersucht werden, aber zumindest für das Rückentraining könnte es zumindest auf einen Selbstversuch ankommen, ob das Stretching der Brust auch bei Ihnen zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit im Latissimus führt.

Mit sportlichen Grüßen

Ihr PEAK-Team

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Quelle:

Res Sports Med. 2015;23(1):37-50